Was ist MOMO
MOMO – Mystery of Missing Out – ist die Angst vor Möglichkeiten, die man noch nicht einmal kennt. Während FOMOFOMO – Fear of Missing Out – treibt Führungskräft... die Angst vor bekannten verpassten Gelegenheiten beschreibt, bezieht sich MOMO auf das Unbehagen angesichts unbekannter Chancen: „Was wenn da draußen etwas ist, das ich nicht sehe?“ MOMO verursacht diffuses Unbehagen, permanentes Scannen und eine chronische Unruhe, die keine klare Quelle hat.
Was bedeutet MOMO für Führungskräfte?
MOMO führt in der Führungspraxis zu einer Art strategischem Rastlosigkeitssyndrom: Die Führungskraft sucht ständig nach dem nächsten Trend, der nächsten Methode, dem nächsten Markt – nicht weil ein konkretes Problem vorliegt, sondern weil sie fürchtet, etwas Entscheidendes zu übersehen. Das hemmt Tiefe und Konsistenz. Teams, die solche Führung erleben, erleben häufige Richtungswechsel ohne klaren Grund. Entscheidungsklarheit durch das Innere Team hilft, MOMO-getriebene Ablenkungen zu erkennen.
Merkmale von MOMO
- Diffuse Unruhe – das Gefühl, etwas Wichtiges zu verpassen, ohne es benennen zu können
- Permanentes Scanning – ständiges Beobachten des Marktes, der Trends und des Wettbewerbs
- Strategische Inkonsistenz – häufige Richtungswechsel, getrieben von neuen „Möglichkeiten“
- Tiefenvermeidung – Breite wird Tiefe vorgezogen, um keine Chance zu übersehen
MOMO in der Führungspraxis
Eine Führungskraft mit MOMO abonniert zehn Newsletter, folgt hundert LinkedIn-Profilen und besucht jede Konferenz, die thematisch passen könnte – auf der Suche nach dem unbekannten Game-Changer. Sie beginnt Transformationsprojekte, bevor das letzte abgeschlossen ist. Sie fragt in Strategiemeetings: „Aber haben wir auch XY berücksichtigt?“ – wo XY immer ein neuer unbekannter Faktor ist. MOMO erschöpft durch Breite. Forschung zur Informationsüberlastung der Harvard Business Review zeigt: Führungskräfte, die zu viele Signale gleichzeitig verfolgen, treffen schlechtere Entscheidungen. Klarheit statt Oberfläche ist die Antwort auf MOMO.
Abgrenzung: MOMO vs. strategische Umfeldbeobachtung
MOMO ist nicht dasselbe wie strategisches Scanning oder Trendbeobachtung. Gutes Scanning ist zielgerichtet und zeitlich begrenzt. MOMO ist diffus und endet nie. Wer MOMO erkennt, kann klare Grenzen für Informationsaufnahme setzen – und das Rauschen vom relevanten Signal unterscheiden.
Wenn MOMO dich in strategische Unruhe treibt und Fokus zur Seltenheit wird, lohnt ein Gespräch über Prioritäten und innere Orientierung. Kostenfreies Orientierungsgespräch buchen – 30 Minuten, kein Pitch, nur Klarheit.