Selbstbild-Korrektur

Was ist Selbstbild-Korrektur

Selbstbild-Korrektur bezeichnet den bewussten Prozess, das eigene Selbstkonzept angesichts von Feedbacks, Rückschlägen oder neuen Erkenntnissen zu aktualisieren. In der Führung ist sie besonders anspruchsvoll: Je länger eine Führungskraft auf ein bestimmtes Selbstbild gebaut hat, desto höher der kognitive und emotionale Widerstand gegen Korrekturen. Selbstbild-Korrektur ist kein Zeichen von Schwäche – sondern von Lernfähigkeit.

Was bedeutet Selbstbild-Korrektur für Führungskräfte?

Für Führungskräfte ist das Selbstbild eng verknüpft mit der eigenen Führungsidentität: Wie ich mich als Führungskraft wahrnehme, steuert, wie ich Entscheidungen treffe, mit Fehlern umgehe und mein Team führe. Stimmt das Selbstbild nicht mit der Realität überein – also mit dem, was andere erleben oder was Ergebnisse zeigen –, entsteht eine kognitive Dissonanz, die zu Abwehr, Verhärtung oder Eskalation führt. Welche Werkzeuge bei der Selbstbild-Korrektur helfen, zeigt Selbstreflexion – Coaching Tools für Führungskräfte.

Merkmale der Selbstbild-Korrektur

  • Diskrepanz als Auslöser – Selbstbild-Korrektur beginnt, wenn Eigenwahrnehmung und Außenwahrnehmung auseinanderfallen.
  • Kognitive Dissonanz – Das Festhalten an einem veralteten Selbstbild erzeugt inneren Widerspruch, der sich in Abwehr äußert.
  • Identitätsbedrohung – Je stärker das Selbstbild mit der Führungsrolle verknüpft ist, desto schwerer fällt die Korrektur.
  • Prozesscharakter – Selbstbild-Korrektur ist kein singuläres Ereignis, sondern ein fortlaufender Lernprozess.

Selbstbild-Korrektur in der Praxis

Eine Führungskraft, die sich selbst als empathisch erlebt, erhält im 360°-Feedback durchgängig das Gegenteil gespiegelt. Die erste Reaktion ist fast immer Abwehr: „Das Feedback ist falsch“, „Die verstehen es nicht.“ Selbstbild-Korrektur beginnt dort, wo diese Abwehr als Signal erkannt wird – nicht als Beweis, dass das Feedback falsch ist, sondern als Hinweis auf einen blinden Fleck. Wie Führungskräfte lernen, ohne Maske zu führen, zeigt Authentische Führung – Führen ohne Maske.

Abgrenzung: Selbstbild-Korrektur vs. Selbstkritik

Selbstbild-Korrektur ist nicht dasselbe wie Selbstkritik oder Selbstgeißelung. Selbstkritik wertet, Selbstbild-Korrektur aktualisiert. Der Unterschied liegt in der inneren Haltung: Wer das Selbstbild korrigiert, nimmt neue Informationen an, ohne das Selbstwertgefühl zu erschüttern. Wer sich selbst nur kritisiert, bleibt im Bewertungsmodus stecken – und verändert nichts. Die Forschung zu Growth Mindset liefert den wissenschaftlichen Rahmen dafür: Carol Dweck: What Having a Growth Mindset Actually Means (HBR).

Selbstbild-Korrektur braucht Mut, Reflexionsräume und oft einen externen Spiegel. Self-Leadership für Führungskräfte zeigt, wie du diesen Prozess aktiv gestaltest. Für eine erste offene Standortbestimmung: Kostenfreies Orientierungsgespräch buchen – 30 Minuten, keine Verpflichtung.

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