Anamnese

Was ist Anamnese

Anamnese bezeichnet im Coaching die strukturierte Erfassung der Vorgeschichte eines Menschen: Biografie, Belastungen, Ressourcen, Muster und auslösende Ereignisse. Ohne Anamnese ist Coaching Aktivismus ohne Richtung. Sie schafft die Grundlage, um nicht Symptome zu behandeln, sondern Ursachen zu verstehen – und wirksam zu intervenieren.

Was bedeutet Anamnese für Führungskräfte?

Viele Führungskräfte kommen ins Coaching mit einem konkreten Symptom: Erschöpfung, Konflikte im Team, das Gefühl des Feststeckens. Die Anamnese deckt auf, was dahintersteckt – oft Muster, die 10 oder 20 Jahre alt sind. Wer seinen Kontext versteht, kann ihn verändern. Das ist der Unterschied zwischen kurzfristigem Problemlösen und nachhaltiger Transformation.

Kerninhalte einer Coaching-Anamnese

  • Biografie & Hintergrund – berufliche und persönliche Vorgeschichte
  • Aktuelle Belastungssituation – Stressoren, Konflikte, Entscheidungsdruck
  • Ressourcen & Stärken – was bisher getragen hat
  • Muster & Wiederholungen – wiederkehrende Themen im Leben und im Job

Anamnese in der Praxis

Im Orientierungsgespräch beginnt die Anamnese nicht mit einem Formular, sondern mit einer Frage: „Was hat dich hierher gebracht – und was hast du bisher versucht?“ Diese erste Einordnung entscheidet über Fokus, Methode und Passung. In der Coredaktik™-Methode ist die Anamnese kein einmaliger Schritt, sondern ein fortlaufender Prozess der Vertiefung.

Abgrenzung

Anamnese im Coaching unterscheidet sich von der medizinischen oder therapeutischen Anamnese: Kein Diagnoseziel, keine Pathologisierung. Es geht nicht darum, etwas zu „finden“, das falsch ist – sondern den Menschen in seinem Kontext zu verstehen, um von dort aus zu arbeiten. Führungskräfte, die sich im Burnout-Spektrum bewegen, profitieren besonders von einer sorgfältigen Anamnese, bevor Maßnahmen gesetzt werden.

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