Kurzpausen & Mikropausen

Was sind Kurzpausen und Mikropausen

Kurzpausen sind bewusste Unterbrechungen von fünf bis zehn Minuten, Mikropausen dauern nur Sekunden bis wenige Minuten. Beide dienen dazu, Anspannung abzubauen und die Konzentration zu erhalten, bevor Erschöpfung entsteht. Kurzpausen und Mikropausen wirken am besten regelmäßig und vorbeugend, nicht erst, wenn nichts mehr geht.

Was bedeuten Kurzpausen für Führungskräfte?

Aneinandergereihte Besprechungen lassen dem Nervensystem keine Erholung. Die Aufmerksamkeit sinkt, Entscheidungen werden schlechter und Reizbarkeit nimmt zu. Kurzpausen unterbrechen diese Spirale. Wer sie sich nimmt, gibt zudem dem Team ein Signal, dass Erholung zur Leistung gehört und kein Luxus ist.

Beispiele für Mikropausen

  • Drei tiefe Atemzüge – mit langem Ausatmen zwischen zwei Terminen
  • Blick in die Ferne – 20 Sekunden aus dem Fenster, weg vom Bildschirm
  • Aufstehen und strecken – eine Minute Bewegung nach langem Sitzen
  • Kurzer Spaziergang – fünf Minuten ohne Handy zwischen zwei Blöcken

Kurzpausen in der Praxis

Ein Vorstandsassistent und sein Chef verkürzen alle Meetings um fünf Minuten. Die gewonnene Zeit ist für eine Pause reserviert, ohne Mails und ohne Telefon. Nach vier Wochen beschreibt der Chef, dass er Nachmittagstermine konzentrierter führt. Warum Körper und Erholung zusammengehören, erklärt der Beitrag Resilienz: Atmung, Schlaf, Bewegung.

Abgrenzung: Kurzpausen vs. Urlaub

Urlaub erholt über Wochen, Kurzpausen sichern die Leistungsfähigkeit im Alltag. Sie ersetzen sich nicht. Verwandt sind Regenerationsfähigkeit und Herzfrequenzvariabilität. Empfehlungen zu Pausen im Arbeitsalltag gibt die BAuA. Bei anhaltender Erschöpfung hilft der Burnout Guide für Führungskräfte.

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