Selbstsabotage

Was ist Selbstsabotage

Selbstsabotage bezeichnet Verhaltensweisen, Gedanken oder Entscheidungen, die das eigene Vorankommen, Wohlbefinden oder Erfolg unbewusst untergraben. Der Begriff klingt paradox – warum sollte jemand sich selbst sabotieren? Die Antwort liegt im Unbewussten: Selbstsabotage ist oft ein Schutzmechanismus, der einst sinnvoll war – und heute blockiert.

Was bedeutet Selbstsabotage für Führungskräfte?

Selbstsabotage bei Führungskräften ist subtiler als man denkt. Sie zeigt sich nicht als offensichtliche Sabotage, sondern als Prokrastination bei wichtigen Entscheidungen, als Überarbeitung von Präsentationen kurz vor dem Termin, als Zögern beim Einstellen geeigneter Mitarbeitender oder als chronisches Unterschätzen der eigenen Leistung. Das Upper Limit Problem – der Begriff stammt von Gay Hendricks – beschreibt, wie Menschen genau dann sabotieren, wenn Erfolg in Reichweite kommt. Wie dieses Muster in der Führungspraxis aussieht, zeigt der Self-Leadership Coaching Guide.

Typische Selbstsabotage-Muster

  • Prokrastination – Wichtige Aufgaben werden aufgeschoben – oft genau dann, wenn sie wirklich wichtig sind.
  • Perfektionismus als Blockade – Etwas wird nicht fertiggestellt, weil es „noch nicht gut genug“ ist.
  • Selbstunterbrechung im Erfolg – Kurz vor einem Ziel entsteht eine Krise, ein Konflikt oder ein Rückzug.
  • Erfolg kleinreden – Eigene Leistungen werden systematisch abgewertet oder externen Faktoren zugeschrieben.

Selbstsabotage in der Praxis

Eine Unternehmerin hat endlich die Chance auf einen wichtigen Investoren-Pitch. Zwei Tage vorher erkrankt sie – wieder einmal. Zufall? Im Coaching zeigt sich: Ihr Körper reagiert auf das Muster „kurz vor Erfolg kommt Bedrohung“. Hinter dem Muster: die früh gelernte Überzeugung, dass Sichtbarkeit gefährlich ist. Das ist klassische Selbstsabotage – nicht Schwäche, sondern ein Schutzprogramm, das eine neue Antwort braucht. Mehr dazu im Self-Leadership Guide für Führungskräfte.

Die psychologische Forschung zu selbstlimitierenden Überzeugungen und unbewussten Blockaden ist gut dokumentiert, u.a. über die Journal of Consulting and Clinical Psychology (APA).

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