Was ist Selbstwirksamkeit
Selbstwirksamkeit ist die innere Überzeugung, mit den eigenen Fähigkeiten schwierige Situationen meistern und Ergebnisse aktiv beeinflussen zu können. Der Begriff geht auf den Psychologen Albert Bandura zurück. Selbstwirksamkeit ist kein blinder Optimismus – sie basiert auf konkreten Erfahrungen und ist eine der am besten belegten psychologischen Ressourcen für Leistung, ResilienzResilienz bedeutet die Fähigkeit, unter Druck handlung... Mehr und Wohlbefinden.
Was bedeutet Selbstwirksamkeit für Führungskräfte?
Führungskräfte mit hoher Selbstwirksamkeit gehen Herausforderungen anders an: Sie sehen Schwierigkeiten als lösbar statt als Bedrohung, bleiben in Krisen handlungsfähiger und erholen sich nach Rückschlägen schneller. Niedrige Selbstwirksamkeit zeigt sich oft als Entscheidungslähmung, übermäßige Absicherung oder das Vermeiden von Verantwortung – auch wenn das Wissen und die Fähigkeiten vorhanden wären. Wie Selbstwirksamkeit mit Selbstführung zusammenhängt, erklärt der Self-Leadership Guide.
Vier Quellen der Selbstwirksamkeit (nach Bandura)
- Eigene Erfahrungen – Erfolge stärken, Niederlagen ohne Verallgemeinerung verarbeiten
- Stellvertretende Erfahrungen – andere beobachten, die Ähnliches schaffen
- Soziale Überzeugung – konstruktives Feedback von glaubwürdigen Personen
- Physiologische Signale – Körperzustände richtig interpretieren statt als Schwäche zu werten
Selbstwirksamkeit in der Praxis
Eine Führungskraft steht vor einer Reorganisation, die sie noch nie gemacht hat. Niedrige Selbstwirksamkeit: „Ich weiß nicht, ob ich das kann – was, wenn es schiefgeht?“ Hohe Selbstwirksamkeit: „Das ist neu, aber ich habe schon Schwierigeres gelöst – was ist der erste konkrete Schritt?“ Dieser Unterschied ist nicht Persönlichkeit, sondern ein trainierbares Muster. Die Verbindung zur Selbstführung in Überforderungssituationen ist direkt – Selbstwirksamkeit ist die innere Voraussetzung für Handlungsfähigkeit unter Druck.
Abgrenzung: Selbstwirksamkeit vs. Selbstvertrauen
Selbstvertrauen ist ein allgemeines positives Selbstbild. Selbstwirksamkeit ist spezifischer: Sie bezieht sich immer auf konkrete Situationen und Aufgaben. Jemand kann hohes Selbstvertrauen haben und dennoch niedrige Selbstwirksamkeit in einem bestimmten Bereich – und umgekehrt.
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