Was ist Burnout
BurnoutChronische Erschöpfung durch anhaltende Überforderung – kein Schwächesignal. Mehr ist ein Zustand chronischer Erschöpfung, der durch anhaltende Überforderung ohne ausreichende Erholung entsteht. Die WHO klassifiziert Burnout als berufsbedingtes Phänomen (ICD-11, QD85) mit drei Kerndimensionen: emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und reduzierte Leistungsfähigkeit. Burnout ist kein Charakterfehler und kein Schwächesignal – es ist die biologische Konsequenz eines Systems, das zu lange zu viel geleistet hat.
Was bedeutet Burnout für Führungskräfte?
Führungskräfte entwickeln Burnout oft unbemerkt – weil Funktionieren zur Identität geworden ist. Die ersten Signale werden übersehen oder weggearbeitet: Schlafprobleme, Zynismus, innere Leere trotz äußerlicher Kontrolle. Wenn der Zusammenbruch kommt, ist er meist nicht der Beginn, sondern das Ende eines langen Prozesses. 40 % der Burnout-Fälle bei Führungskräften beginnen mit Überengagement, nicht mit Überforderung.
Die drei Kerndimensionen nach Maslach
- Emotionale Erschöpfung – das Gefühl, innerlich leer und ausgebrannt zu sein
- Depersonalisierung – emotionale Distanz zu Arbeit, Kollegen und sich selbst
- Reduzierte Leistungsfähigkeit – das Gefühl, trotz Aufwand nichts mehr zu bewirken
Burnout in der Praxis
Ein Geschäftsführer, der seit Monaten schlechter schläft, morgens nicht mehr aufstehen will und Meetings als Bedrohung erlebt – und trotzdem weiter funktioniert – ist nicht „gestresst“. Er ist auf dem Weg in den Burnout. Der Unterschied liegt im Muster: nicht einzelne schwere Wochen, sondern anhaltende Erschöpfung ohne Erholung. Den vollständigen Überblick über Phasen, Warnsignale und Auswege findest du im Burnout-Guide für Führungskräfte. Professionelle Begleitung: Burnout Coaching Online.
Abgrenzung
Burnout ist keine Depression – auch wenn beide auftreten können. Depression ist eine klinische Erkrankung mit biologischer Komponente und breiteren Lebensbereichen. Burnout entsteht primär im Arbeitskontext und ist eine direkte Reaktion auf anhaltende Überforderung. Bei anhaltenden Symptomen: professionelle Abklärung durch Arzt oder Psychotherapeut. Coaching ersetzt keine Therapie – es ist eine Ergänzung für Menschen, die noch handlungsfähig sind und ihre Situation aktiv verändern wollen.